Projektarbeit

Die Deutsche Stiftung Welterbe konzentriert sich entsprechend ihrer Satzung auf die Unterstützung von (potenziellen) Welterbestätten, die nicht über das Know-how und/oder die finanziellen Mittel zum Schutz ihres kulturellen oder natürlichen Erbes verfügen.

Die Unterstützung kann sowohl durch die Bereitstellung von Zuwendungen als auch durch die Vermittlung von Fachleuten erfolgen. Einige Beispiele aus der Projektarbeit:


Restaurierung der Dorfstraße in Viscri (Rumänien)

Kirchenburg von ViscriSieben 'Dörfer mit befestigten Kirchen' in Siebenbürgen (Transsilvanien) wurden 1993 und 1999 von der UNESCO zusammen in die Welterbeliste aufgenommen, darunter auch Viscri (Deutschweißkirch). Ziel des durch die Deutschen Stiftung Welterbe unterstützten Projektes war die Wiederherstellung der traditionellen Struktur der Dorf-Hauptstraße.

 

Ummauerter Teil von Baku (Aserbaidschan)

Straße im ummauerten Teil von Baku Der ummauerte Teil der Stadt Baku wurde im Jahr 2000 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Dieses einmalige historische Stadtensemble lässt architektonische Einflüsse verschiedenster Kulturen erkennen: zoroastrische, sassanidische, arabische, persische, schirwanische, ottomanische und russische.
Die Deutsche Stiftung Welterbe unterstützte im November 2004 einen internationalen Runden Tisch in Baku. Hochrangige internationale, nationale, regionale und lokale Vertreter aus Politik und Denkmalschutz diskutierten einen Aktionsplan, der den zukünftigen Schutz der Stätte gewährleisten könnte.

Zabaikalsky Nationalpark (Russland)

Bucht von Chivyirkuisky, Zabaikalsky NationalparkDer Zabaikalsky Nationalpark ist eines von sieben Naturschutzgebieten, die zu der Welterbestätte 'Baikalsee' gehören. Der Baikalsee wurde 1996 in die Welterbeliste aufgenommen und zählt zu den wenigen Naturerbestätten, die alle vier möglichen Welterbekriterien erfüllen. Die Deutsche Stiftung Welterbe unterstützt den Aufbau einer Kommunikationsstruktur im Zabaikalsky Nationalpark, um damit die Voraussetzung für dessen Schutz zu verbessern.

Hafenstadt Kotor (Montenegro)

Altstadt von KotorDie natur- und kulturhistorische Region Kotor mit ihrem Naturhafen an der Adriaküste wurde bereits 1979 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Deutsche Stiftung Welterbe finanzierte ein internationales Trainingsseminar für Fachleute in der Region, die einen Managementplan für Kotor erstellen. Der Plan beschäftigt sich mit den verschiedenen Problemen der Welterbestätte und insbesondere ihrer Authentizität (historische Echtheit), die durch unkontrollierte Urbanisierung stark gefährdet ist.

Harmonisierung der Vorschlagslisten in den Baltischen Staaten

Historische Brücke über den Fluss Venta in Kuldiga, Lettland Im Juni 2003 fand ein internationales Seminar zur Harmonisierung der nationalen (Welterbe)-Vorschlagslisten in Estland, Lettland und Lithauen statt. Die Kultur- und Naturerbeexperten kamen in Kuldiga (Lettland) zusammen, um die in Zukunft für die Welterbeliste vorzuschlagenden Stätten in den drei Ländern gemeinsam zu diskutieren und aufeinander abzustimmen. Die Deutsche Stiftung Welterbe hat dieses internationale Seminar unterstützt; die Ergebnisse finden Sie hier.

Kronotsky Biosphärenreservat (Russland)

Tal der Geysire, Kronotsky Biosphärenreservat Das Kronotsky Biosphärenreservat ist eines von sieben Naturschutzgebieten, die zu der Welterbestätte 'Vulkane von Kamchatka' gehören. Die wichtigsten Vulkangebiete der Halbinsel Kamchatka wurden 1996 gemeinsam in die Welterbeliste aufgenommen. Sie zählen zu den bedeutendsten vulkanischen Regionen der Erde. Die Deutsche Stiftung Welterbe unterstützte den Aufbau einer Kommunikationsstruktur im Kronotsky Biosphärenreservat, um damit die Voraussetzungen für dessen Schutz zu verbessern.

Historische Holzkirchen im Karpatenbecken

Sankt Georg - dreiteilige Blockbaukirche altgalizischen Typs (15./16. Jh.) Die Ukraine bereitet zur Zeit mit Unterstützung der Welterbestiftung die Vermessung und bauhistorische Untersuchung einer Auswahl von Holzkirchen (15. -18. Jh) unterschiedlichen Typus vor. Die Ergebnisse werden die Grundlage für den ukrainischen Teil eines grenzüberschreitenden Welterbeantrags der Holzkirchen im Karpatenbecken bilden.

Kulturlandschaft Orkhon-Tal

Restaurierter Tempel in der Einsiedelei Tuvkun In der Mongolei, die bisher nur mit einer Naturerbestätte auf der Welterbeliste vertreten war, ermöglichte die Welterbestiftung die Erarbeitung eines mittelfristigen Management- bzw. Erhaltungsplans für die Kulturlandschaft Orkhon-Tal. Der Managementplan für das Gebiet in dem Dschingis Khan im 13. Jh. seine Hauptstadt Kharakorum errichten ließ, war Voraussetzung für eine erfolgreiche Welterbe-Antragstellung bei der UNESCO. Im Juli 2004 beschloss das Welterbekomitee die Aufnahme des Orkhon-Tals in Welterbeliste der UNESCO.

Baudenkmäler der Altstadt von L'viv

Ansicht der Lemberger Altstadt von Westen Die Altstadt von L'viv (Lemberg) wurde 1998 in die Welterbeliste aufgenommen. Neben wichtigen religiösen Baudenkmälern haben sich eine Vielzahl von Bürgerhäusern mit oft spätmittelalterlichem Kern, Innenhöfen und reichen Fassaden erhalten, die jedoch zum Teil stark gefährdet sind. Die Stiftung unterstützt die Stadtverwaltung bei ihren Bemühungen, leer stehende und vom Verfall bedrohte historische Bürgerhäuser durch ein Notsicherungsprogramm zu retten.

 

Die Deutsche Stiftung Welterbe entstand auf Initiative der Hansestädte Stralsund und Wismar